Server-Härtung (Hardening)
Härtung bedeutet, einen Server so zu konfigurieren, dass Angriffsflächen minimiert werden. Die folgenden Maßnahmen decken die wichtigsten Risiken ab.
1. Zugang sichern
# SSH: Passwort-Login deaktivieren, nur Keys
# /etc/ssh/sshd_config:
# PasswordAuthentication no
# PermitRootLogin no
# Port 22 -> alternativ anderer Port (Security by Obscurity, kein Ersatz!)
ssh-keygen -t ed25519 # Schlüssel erzeugen
ssh-copy-id user@server # Schlüssel übertragen
2. System aktuell halten
Automatische Sicherheitsupdates aktivieren. Unter Debian/Ubuntu: unattended-upgrades. Tägliche Updates gehören in die Backup- und Wartungsroutine.
3. Firewall und minimale Dienste
ufw allow 22/tcp # SSH
ufw allow 80,443/tcp # Web
ufw enable # Rest blockieren
Nur Dienste installieren, die wirklich gebraucht werden (ss -tlnp zeigt offene Ports). Unbenutzte Dienste deinstallieren oder stoppen.
4. Überwachung und Backups
Fail2ban blockiert Brute-Force-Angriffe. Monitoring (Prometheus, Grafana) erkennt Anomalien. Backups nach der 3-2-1-Regel – getestet, nicht nur erstellt.
Weiterlesen: Passwort-Hashing · Firewall-Regeln · Backup-Strategie