Dateirechte unter Linux

Linux unterscheidet drei Rechtegruppen: Besitzer (u), Gruppe (g) und andere (o). Jede Gruppe hat die Rechte Lesen (r=4), Schreiben (w=2) und Ausführen (x=1).

Rechte anzeigen und setzen

ls -l datei.txt
# -rw-r--r-- 1 michael www-data 1024 Aug 25 12:00 datei.txt
# Besitzer rw, Gruppe r, andere r

chmod 755 skript.sh      # u=rwx, g=rx, o=rx
chmod u+x skript.sh      # Ausführrecht für Besitzer hinzufügen
chown michael:www-data datei.txt   # Besitzer:Gruppe ändern

Die oktale Notation

Jede Ziffer ist die Summe der Rechte: 7=rwx, 6=rw, 5=rx, 4=r, 0=keins. Typisch für Verzeichnisse: 755, für private Dateien: 600, für Konfigurationen mit Geheimnissen: 600 oder 640.

umask – Standardrechte steuern

umask 022 (Standard) erzeugt Dateien mit 644, Verzeichnisse mit 755. umask 077 macht alles privat – sinnvoll für Server mit sensiblen Daten.

ACLs für feinere Kontrolle

Mit setfacl -m u:user:rwx /pfad lassen sich Rechte pro Benutzer vergeben, über die klassischen drei Gruppen hinaus.

Weiterlesen: Prozesse verwalten · systemd erklärt · Bash-Schnellreferenz