IPv6 – das nächste Internet-Protokoll

IPv6 löst IPv4 ab, dessen 4,3 Milliarden Adressen seit Jahren erschöpft sind. IPv6 bietet 128-Bit-Adressen – praktisch unerschöpflich – plus eingebaute Sicherheit und effizienteres Routing.

Adressformat

2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334
# Vereinfachung: führende Nullen weglassen, :: für Nullenketten
2001:db8:85a3::8a2e:370:7334

Arten von IPv6-Adressen

Global Unicast (2000::/3): öffentliche Adressen. Link-Local (fe80::/10): automatisch pro Interface, nur im lokalen Segment. Unique Local (fc00::/7): privat, vergleichbar mit 192.168.x. Multicast ersetzt Broadcast.

Vorteile

Kein NAT mehr nötig – jedes Gerät bekommt eine echte öffentliche Adresse. SLAAC (stateless autoconfiguration) vergibt Adressen automatisch. Eingebautes IPsec. Effizientere Header und kein Fragmentieren durch Router.

Umstellung in der Praxis

Dual-Stack (beides parallel) ist der Standardweg: DNS liefert AAAA- und A-Records, Systeme wählen IPv6 bevorzugt. Die deutsche Verwaltung und große Provider sind weitgehend umgestellt; IPv4 bleibt über Jahre im Parallelbetrieb.

Weiterlesen: TCP/IP-Grundlagen · Subnetting verstehen · IP-Adresse erklärt