Authentifizierung (englisch Authentication, kurz AuthN) ist der Prozess, mit dem ein IT-System die Identität eines Nutzers oder Geräts nachweist. Sie beantwortet die Frage: „Wer bist du?“ Erst nach erfolgreicher Authentifizierung darf ein Nutzer auf ein System zugreifen — was er dort darf, entscheidet anschließend die Autorisierung.

Authentifizierungsfaktoren

Die Identität wird über Faktoren nachgewiesen:

  • Wissen: etwas, das man weiß — Passwort, PIN, Antwort auf Sicherheitsfrage.
  • Besitz: etwas, das man hat — Smartphone, Hardware-Token, Sicherheitsschlüssel.
  • Biometrie: etwas, das man ist — Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris.

Werden zwei oder mehr Faktoren kombiniert, spricht man von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA); die verbreitetste Form ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Wie läuft Authentifizierung ab?

  1. Der Nutzer übermittelt seine Zugangsdaten (z. B. Benutzername und Passwort).
  2. Das System prüft die Daten — Passwörter werden dabei nie im Klartext gespeichert, sondern als Hash mit Salt.
  3. Bei Erfolg stellt das System eine Session oder ein signiertes Token aus, das für weitere Anfragen genutzt wird.

Technologien und Standards

Bedrohungen und Schutz

Authentifizierung ist Angriffsziel Nummer eins: Brute-Force-Angriffe, Phishing und Session-Diebstahl. Gegenmittel sind starke Passwort-Richtlinien, MFA, Rate-Limiting, HTTPS und die Überwachung verdächtiger Anmeldeversuche.