Ein Benchmark ist ein standardisierter Test zur Messung der Leistungsfähigkeit von Hardware oder Software. Das englische Wort bedeutet wörtlich Höhenmarke. Benchmarks liefern vergleichbare Zahlenwerte, mit denen sich Prozessoren, Grafikkarten, Laufwerke oder ganze Systeme objektiv vergleichen lassen — statt sich auf subjektive Gefühle zu verlassen.

Typen von Benchmarks

  • Synthetische Benchmarks: Künstliche Tests, die gezielt einzelne Komponenten belasten — etwa die CPU, die GPU oder den Speicher. Gut für reproduzierbare Vergleiche, bilden aber nicht immer die Realität ab.
  • Anwendungs-Benchmarks: Messen reale Arbeitslasten: Video-Rendering, Kompilierung, Spiele-Framerate oder Office-Arbeit. Für die Praxis oft aussagekräftiger.
  • Gaming-Benchmarks: Liefern FPS-Werte und Frame-Times in bestimmten Spielen und Auflösungen.
  • Micro-Benchmarks: Isolieren winzige Operationen (z.B. Speicherlatenz), um Engpässe zu finden.

Worauf es bei Benchmark-Ergebnissen ankommt

  • Reproduzierbare Bedingungen: Gleiche Raumtemperatur, gleiche Lüfterkurve, gleiche Softwareversion — sonst sind Ergebnisse nicht vergleichbar.
  • Mehrere Läufe: Ein einzelner Lauf kann durch Hintergrundprozesse verfälscht sein; der Median mehrerer Läufe ist aussagekräftiger.
  • Kühlung und Overclocking: Höhere Taktraten verändern Ergebnisse erheblich. Wer übertaktet hat, sollte das beim Vergleich angeben.
  • Nicht nur die Punktzahl: Stromverbrauch, Lautstärke, Temperatur und Preis-Leistungs-Verhältnis gehören in die Gesamtwertung.

Typische Werkzeuge: Cinebench (CPU/Rendering), Geekbench (plattformübergreifend), 3DMark (Grafik), CrystalDiskMark (SSD/HDD), PassMark (Gesamtsystem).

Verwandte Grundlagen: CPU, GPU, Taktfrequenz.