Ein Cloud Access Security Broker (CASB) ist eine Sicherheitsinstanz zwischen Nutzern und Cloud-Diensten. Er sitzt sozusagen als „Makler“ vor Software-as-a-Service-Anwendungen und anderen Cloud-Angeboten und setzt dort die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens durch.

Die vier Säulen eines CASB

Gartner beschreibt CASB-Funktionen in vier Kategorien:

  • Visibility (Sichtbarkeit): erkennen, welche Cloud-Dienste Mitarbeiter nutzen – auch unangemeldete Schatten-IT
  • Compliance (Regeltreue): sicherstellen, dass Daten in der Cloud gesetzliche und interne Vorgaben erfüllen
  • Data Security (Datenschutz): vertrauliche Inhalte erkennen, verschlüsseln oder blockieren
  • Threat Protection (Bedrohungsschutz): Schadsoftware und verdächtige Aktivitäten in Cloud-Anwendungen erkennen

Wie ein CASB arbeitet

Je nach Einsatz gibt es verschiedene Anbindungsarten: Als Forward Proxy liegt er im Datenpfad der Nutzer und kann Datenverkehr direkt prüfen; im API-Modus nutzt er die Schnittstellen des Cloud-Anbieters und überwacht Daten, ohne den Datenfluss umzuleiten. Über Log-Auswertung lassen sich auch Dienste kontrollieren, die nicht durch einen Proxy laufen.

CASB im SASE-Kontext

In modernen Architekturen ist der CASB Teil der Security Service Edge und damit ein Baustein von SASE: Während ZTNA den Zugriff auf interne Anwendungen schützt, übernimmt der CASB die Kontrolle über externe Cloud-Dienste. Er ergänzt klassische Schutzmechanismen wie die Firewall und unterstützt die Prinzipien des Zero-Trust-Sicherheitsmodells sowie des Cloud Computing. Verwandte Grundlagen: SD-WAN.