DevOps ist kein Produkt und kein einzelnes Werkzeug, sondern eine Arbeitsweise, die Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) zusammenführt. Klassisch übergab die Entwicklung fertigen Code an den Betrieb, der ihn ausrollen und betreiben musste – Reibung, Schuldzuweisungen und lange Release-Zyklen waren die Folge. DevOps löst diese Trennung auf.
Die fünf Säulen (CALMS)
- Culture – gemeinsame Verantwortung für das laufende Produkt statt Abteilungsdenken
- Automation – wiederkehrende Schritte werden maschinell ausgeführt
- Lean – kleine Änderungen, kurze Durchlaufzeiten, wenig Arbeit gleichzeitig
- Measurement – Entscheidungen auf Basis von Messwerten, nicht von Gefühl
- Sharing – Wissen, Werkzeuge und Verantwortung werden geteilt
Was in der Praxis dazugehört
CI/CD: Eine Continuous-Integration-Pipeline baut und testet jeden Commit automatisch; Continuous Delivery bzw. Deployment bringt die geprüfte Version in die Umgebung. Werkzeuge sind etwa Jenkins, GitLab CI oder GitHub Actions.
Infrastructure as Code: Server, Netze und Konfiguration werden in Dateien beschrieben (Terraform, Ansible) statt per Hand geklickt. Das macht sie versionierbar und reproduzierbar.
Monitoring und Observability: Metriken, Logs und Traces zeigen, was das System tut – siehe Monitoring mit Prometheus und Grafana.
Blameless Postmortem: Nach einem Vorfall wird der Ablauf untersucht, nicht der Schuldige gesucht.
Erfolg messen: die DORA-Metriken
- Deployment-Frequenz – wie oft wird ausgeliefert?
- Lead Time – wie lange von Commit bis Produktion?
- Change Failure Rate – wie viele Änderungen verursachen Störungen?
- Mean Time to Restore – wie schnell ist man nach einem Ausfall zurück?