FDMA (Frequency Division Multiple Access, Frequenzvielfachzugriff) ist ein Vielfachzugriffsverfahren, bei dem jeder Teilnehmer einen eigenen Frequenzbereich zugewiesen bekommt. Die Gesamtbandbreite wird in schmale Frequenzbänder aufgeteilt, die gleichzeitig und dauerhaft von verschiedenen Nutzern belegt werden — getrennt durch Schutzabstände (Guard Bands), damit sich die Signale nicht überlappen. FDMA ist damit die drahtlose Anwendung des Frequenzmultiplex (FDM).

So funktioniert FDMA

Jeder Gesprächskanal erhält sein eigenes Frequenzpaar (Uplink und Downlink) und nutzt es exklusiv. Der Sender muss nur auf seiner zugewiesenen Frequenz senden, der Empfänger filtert genau dieses Band heraus. Da die Teilnehmer über die Frequenz getrennt sind, ist weder eine Zeitsynchronisation noch eine aufwendige Signalverarbeitung nötig — der Funkchip bleibt einfach. Der Preis dafür ist eine schlechte Ausnutzung der Bandbreite: Schweigt ein Teilnehmer, liegt sein Frequenzband trotzdem brach.

Wo FDMA eingesetzt wird

  • Analoge Mobilfunknetze der ersten Generation (1G): A-Netz, B-Netz und C-Netz in Deutschland, NMT in Skandinavien und AMPS in den USA (30-kHz-Kanäle).
  • Analoger Rundfunk: UKW-Hörfunk- und Fernsehsender belegen jeweils eigene Frequenzbänder.
  • Satellitenkommunikation: Jede Uplink-/Downlink-Verbindung erhält eine eigene Frequenz.

In GSM ist FDMA die erste Stufe der Kanalaufteilung: Das 900-MHz-Band wird in 124 Frequenzkanäle mit je 200 kHz Bandbreite zerlegt, die dann per TDMA weiter in Zeitschlitze unterteilt werden.

Vor- und Nachteile

  • Vorteile: einfache Technik, kein Synchronisationsaufwand, konstante Verzögerung, gut für analoge Sprachübertragung geeignet.
  • Nachteile: Frequenzbänder werden auch bei Inaktivität belegt, geringe Teilnehmerdichte pro Bandbreite, Guards verbrauchen zusätzlich Spektrum.

Verwandte Grundlagen: TDMA · CDMA · Frequenzmultiplex (FDM) · Bandbreite.