Graph of Thoughts (GoT) ist ein Prompting-Framework, das die Gedanken eines Sprachmodells als Graphen organisiert. Jeder Knoten ist ein Gedanke, jede Kante eine Abhängigkeit zwischen Gedanken. Damit lassen sich Ideen kombinieren, verfeinern und in Schleifen verbessern — über das hinaus, was lineare Ketten oder Bäume erlauben.
So funktioniert es
Das Framework stammt von Besta und Kollegen (ETH Zürich, arXiv 2308.09687, 2023/2024). Es erweitert die Idee von Chain-of-Thought und Tree of Thoughts: Während ein Baum nur verzweigt, erlaubt der Graph zusätzlich Aggregation (mehrere Gedanken zu einem zusammenführen), Refinement (Gedanken wiederholt verbessern) und Zyklen (auf frühere Gedanken zurückkehren).
Vorteile
- Höhere Lösungsqualität bei komplexen Aufgaben wie Sortieren oder Booleschen Schaltungen.
- Bessere Effizienz: Weniger Verarbeitungsschritte, weil Gedanken wiederverwendet werden.
- Generisch anwendbar: GoT funktioniert mit verschiedenen LLMs ohne Training.
Die Kombination aus Verzweigen und Zusammenführen macht GoT mächtiger als rein lineare Verfahren wie Chain of Density oder Chain of Symbol, die jeweils nur eine Form der Gedankenkette nutzen.
Verwandte Grundlagen: Self-Consistency.