Klasse — in der objektorientierten Programmierung (OOP) ist eine Klasse der Bauplan, nach dem Objekte erzeugt werden. Sie bündelt Daten (Attribute) und die dazugehörigen Funktionen (Methoden) in einer Einheit. Aus einer Klasse können beliebig viele Objekte entstehen, die jeweils eigene Werte besitzen, aber dieselbe Struktur und dieselben Fähigkeiten teilen.

Was genau ist eine Klasse?

Stellen Sie sich eine Klasse wie einen Bauplan für ein Haus vor: Der Plan legt fest, welche Räume es gibt und wie sie angeordnet sind. Jedes gebaute Haus (Objekt) folgt dem Plan, sieht aber je nach Ausstattung anders aus. In Code bedeutet das: Die Klasse Auto definiert Attribute wie marke und farbe sowie Methoden wie starten(). Jedes erzeugte Auto-Objekt kann eine andere Marke und Farbe haben, verhält sich aber nach derselben Logik.

class Auto:
    def __init__(self, marke, farbe):
        self.marke = marke
        self.farbe = farbe

    def starten(self):
        print(self.marke + " startet!")

mein_auto = Auto("VW", "rot")
mein_auto.starten()

Begriffe rund um Klassen

  • Instanz: Ein konkretes Objekt, das aus einer Klasse erzeugt wurde — mein_auto ist eine Instanz der Klasse Auto.
  • Konstruktor: Die Methode, die beim Erzeugen eines Objekts automatisch aufgerufen wird (in Python __init__).
  • Vererbung: Eine Klasse kann Eigenschaften und Methoden von einer anderen Klasse erben — so entstehen Hierarchien, ohne dass Code doppelt geschrieben wird.
  • Kapselung: Attribute werden vor direktem Zugriff von außen geschützt; der Zugriff läuft über Methoden.

Warum Klassen?

Klassen machen Code wiederverwendbar und übersichtlich. Statt viele einzelne Variablen und Funktionen zu verwalten, gehören zusammengehörige Daten und Logik zusammen. Das erleichtert Wartung, Tests und Zusammenarbeit im Team. Wer mit Klassen arbeitet, nutzt außerdem oft Callbacks und Lambda-Ausdrücke, um Verhalten flexibel zu übergeben.

Verwandte Grundlagen: Datentyp, String, Null, Array, Iterator, Python-Befehle.