Ein LAN (Local Area Network) ist ein Netzwerk auf begrenztem Raum – ein Büro, ein Haus, ein Rechenzentrum. Kennzeichnend sind hohe Übertragungsraten, geringe Latenz und die Tatsache, dass der Betreiber die Infrastruktur selbst kontrolliert. Praktisch jedes LAN basiert heute auf Ethernet (IEEE 802.3) und Switches.

Adressierung: private Bereiche

Innerhalb eines LAN werden private IP-Adressen verwendet. Drei Bereiche sind dafür reserviert (RFC 1918) und werden im Internet nicht geroutet:

  • 10.0.0.0/8 – rund 16,7 Millionen Adressen, typisch in größeren Netzen
  • 172.16.0.0/12 – von 172.16.0.0 bis 172.31.255.255
  • 192.168.0.0/16 – der klassische Heimbereich, oft 192.168.1.0/24

Damit mehrere Geräte ins Internet kommen, übersetzt ein Router die privaten Adressen in eine öffentliche – das erledigt NAT. Wer kein NAT, aber sehr viele Geräte hat, nutzt IPv6 mit seinem riesigen Adressraum.

Geschwindigkeiten

Ethernet skaliert seit Jahrzehnten: 1 Gbit/s ist im Heim- und Bürobereich Standard, 2,5 und 10 Gbit/s sind im Serverumfeld üblich, 25, 40 und 100 Gbit/s finden sich in Rechenzentren. Verkabelt wird mit Twisted-Pair-Kupfer (Cat 5e/6/6a) bis 10 Gbit/s oder Glasfaser für höhere Reichweiten und Raten.

Abgrenzung der Begriffe

  • LAN – lokal, selbst betrieben, ein Adressbereich.
  • WLAN – drahtlose Erweiterung des LAN (IEEE 802.11). Es ersetzt Ethernet nicht, sondern hängt an ihm.
  • VLAN – mehrere logisch getrennte Netze auf derselben physischen Infrastruktur.
  • WAN (Wide Area Network) – das Weitverkehrsnetz, meist das Internet oder eine Mietleitung zwischen Standorten.

Was in einem LAN organisiert

Ein DHCP-Server verteilt Adressen, ein DNS-Resolver löst Namen auf, ein Router verbindet zum Internet. Geräte finden sich über MAC-Adressen (Schicht 2) und IP-Adressen (Schicht 3) – den Aufbau dieser Schichten beschreibt das OSI-Modell.

Siehe auch