Pay-as-you-go („zahl, was du nutzt") ist ein Abrechnungsmodell in der Cloud: Man zahlt nur für die Ressourcen, die tatsächlich verbraucht werden — Rechenzeit, Speicher, Datenverkehr oder API-Aufrufe. Statt teurer Hardware im Voraus entstehen Kosten erst bei Nutzung.
Wie die Abrechnung funktioniert
Cloud-Anbieter messen den Verbrauch minutengenau oder pro Gigabyte und stellen ihn nach Monatsende in Rechnung. Typische Beispiele:
- Compute: Server-Stunden oder CPU-Sekunden, etwa bei IaaS-Angeboten.
- Speicher: belegte Gigabyte im Object Storage.
- Funktionen: Ausführungen und Rechenzeit bei Serverless-Diensten.
- Datenverkehr: übertragene Datenmenge (Egress).
Vorteile
- Keine Vorabinvestition: Startups und Projekte beginnen ohne Hardwarekosten.
- Skalierung: Mit Auto-Scaling wächst die Infrastruktur automatisch mit der Last — und schrumpft wieder.
- Kostentransparenz: Feingranulare Abrechnung zeigt, welche Komponente wie viel kostet.
Fallstricke
Ohne Budgetwächter können Kosten schnell steigen: vergessene Instanzen, teure Datentransfers zwischen Regionen und Availability Zones oder unbegrenzte Serverless-Aufrufe. Anbieter bieten Budget-Alarme und Limits, um die Ausgaben zu begrenzen.
Pay-as-you-go vs. Fixpreise
Bei festen Abos (PaaS, SaaS) zahlt man einen monatlichen Festbetrag, egal wie viel genutzt wird. Pay-as-you-go lohnt sich bei schwankender Last; bei konstanter, hoher Auslastung sind reservierte Instanzen oder Festpreise oft günstiger. Eine gute Skalierungsstrategie verbindet beides.