Rollback-Deployment bezeichnet den geplanten Prozess, eine fehlerhafte Softwareversion schnell und kontrolliert auf einen stabilen Stand zurückzusetzen. Es ist die Kehrseite jeder Deployment-Strategie: Wer ausrollt, muss auch zurückrollen können.
Rollback-Mechanismen in der Praxis
Je nach Plattform gibt es unterschiedliche Werkzeuge:
# Kubernetes: zur vorherigen Revision zurücksetzen
kubectl rollout undo deployment/web-api
# Helm: Release auf ältere Revision zurückrollen
helm rollback web-api 3
# Git: Code-Stand zurücksetzen und neu ausliefern
git revert <commit>
Die schnellsten Rollbacks ermöglichen Strategien, die den alten Stand noch bereithalten: Beim Blue-Green-Deployment genügt ein Umschalten des Datenverkehrs auf die alte Umgebung. Beim Rolling-Deployment läuft der Rollback als umgekehrter schrittweiser Prozess ab.
Warum Rollbacks scheitern können
Ein Rollback ist nur so gut wie seine Datenverträglichkeit. Hat die neue Version Spalten entfernt oder Migrationsschritte ausgeführt, die der alte Code nicht kennt, kann das Zurückrollen neue Fehler erzeugen. Bewährte Gegenmittel sind rückwärtskompatible Datenbankschemata, Feature Flags, um Code ohne Datenänderung zu deaktivieren, und ein dokumentierter Runbook-Ablauf.
Verwandte Grundlagen: Deployment-Strategie, Rollback, Deployment, Release, CI/CD, Incident Management, Kubernetes.