Static-Site-Generation (SSG, deutsch: Erzeugung statischer Websites) ist ein Ansatz, bei dem die HTML-Seiten einer Website bereits zur Buildzeit – also vor der Veröffentlichung – einmalig erzeugt werden. Zur Laufzeit liefert ein Webserver oder ein CDN nur noch fertige Dateien aus, ohne Server-Logik pro Anfrage.
Wie funktioniert SSG?
Ein Static-Site-Generator (zum Beispiel Jekyll, Hugo, Eleventy, Astro oder Gatsby) verarbeitet Quelltexte, Vorlagen und Daten zu einem Ordner aus statischen HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien. Ändert sich ein Inhalt, wird die Website neu gebaut – ein vollautomatischer Schritt in der CI/CD-Pipeline.
Inhalte liegen oft als Markdown oder in strukturierten Dateien vor, nicht in einer Datenbank. Das erinnert an klassische statische Websites, nur dass die Seiten nicht von Hand gepflegt, sondern aus Vorlagen generiert werden.
Vorteile und Nachteile
- Vorteile: Sehr schnelle Auslieferung, weil keine Berechnung zur Laufzeit nötig ist. Ideal für CDN-Verteilung, extrem robust und sicher – es gibt keine serverseitige Angriffsfläche für dynamische Schwachstellen.
- Nachteile: Inhalte sind erst nach einem Build online; stark personalisierte oder ständig wechselnde Seiten passen nicht. Bei sehr großen Websites dauert der Build entsprechend lange.
Abgrenzung zu anderen Rendering-Ansätzen
Beim Server-Side Rendering (SSR) wird jede Seite bei jeder Anfrage individuell gerendert; beim Client-Side Rendering (CSR) entsteht die Seite erst im Browser. SSG liegt davor: Die Seiten werden ein einziges Mal zur Buildzeit erzeugt und danach statisch ausgeliefert. Moderne Frameworks kombinieren die Ansätze – etwa mit inkrementeller Regenerierung, bei der einzelne Seiten bei Bedarf neu gebaut werden.