Supervised Learning (überwachtes Lernen) ist die wichtigste Methode des Machine Learning: Das Modell lernt aus einem Dataset mit bekannten Antworten (Labels) und verallgemeinert daraus Regeln für neue, unbekannte Fälle.

So funktioniert überwachtes Lernen

  1. Ein Dataset mit Labels wird vorbereitet — z.B. E-Mails mit der Markierung „Spam" oder „kein Spam".
  2. Das Modell macht Vorhersagen und vergleicht sie mit den echten Labels.
  3. Den Fehler nutzt der Lernalgorithmus, um die internen Gewichte anzupassen (z.B. per Backpropagation in neuronalen Netzen).
  4. Nach vielen Durchläufen (Epochen) sinkt der Fehler — das Modell hat gelernt.

Der „Lehrer" sind dabei die Labels: Ohne sie gäbe es nichts, an dem sich das Modell korrigieren könnte.

Zwei Aufgabenarten

  • Klassifikation: Das Modell ordnet Eingaben einer Kategorie zu (Spam oder nicht, Katze oder Hund, Krankheit oder gesund).
  • Regression: Das Modell sagt einen Zahlenwert voraus (Hauspreis, Temperatur, Umsatz).

Bekannte Verfahren

  • Lineare/logistische Regression — einfache, gut erklärbare Modelle.
  • Entscheidungsbäume und Random Forests — robust und interpretierbar.
  • Support Vector Machines — stark bei kleineren Datasets.
  • Neuronale Netze — leistungsfähig bei großen Datenmengen, Grundlage von Deep Learning.

Stärken und Grenzen

Supervised Learning liefert präzise Vorhersagen, verlangt aber qualitativ gute, beschriftete Daten — deren Erstellung oft teuer ist. Zudem lernt das Modell nur, was in den Daten steckt: Verzerrungen (Bias) im Dataset übernimmt es ungefiltert. Gegenüber dem Unsupervised Learning ist es deutlich genauer, dafür aber aufwändiger in der Vorbereitung.

Verwandte Grundlagen: Maschinelles Lernen, Neuronale Netze, Overfitting.