Ein Computervirus ist ein Schadprogramm, das sich an andere Dateien oder Programme anhängt und sich selbst vervielfältigt. Der Name ist an biologische Viren angelehnt: Wie ein Grippevirus braucht auch ein Computervirus einen Wirt, um sich zu vermehren.

So funktioniert ein Virus

Ein Virus wird aktiv, sobald das infizierte Programm oder Dokument gestartet wird. Dann kopiert er seinen Code in weitere Dateien, verändert Systemeinstellungen und kann Daten beschädigen, Passwörter stehlen oder den Rechner für Angriffe missbrauchen. Ohne den Auslöser durch den Nutzer bleibt er dagegen inaktiv.

Geschichte und bekannte Beispiele

Der erste PC-Virus Brain erschien 1986 und griff das damals verbreitete Betriebssystem MS-DOS an. Weltweit bekannt wurde Melissa (1999), ein Makrovirus, der sich über E-Mail-Anhänge automatisch verbreitete und tausende IT-Systeme überlastete.

Virus, Wurm und Trojaner – der Unterschied

  • Ein Virus hängt sich an Dateien an und braucht einen Auslöser.
  • Ein Wurm verbreitet sich selbstständig über Netzwerke, ohne eine Wirtsdatei zu benötigen.
  • Ein Trojaner verbreitet sich nicht selbst, sondern tarnt sich als nützliche Software.

So schützt du dich

  • Antiviren-Software aktuell halten und regelmäßig Scans ausführen.
  • Betriebssystem und Programme immer mit Updates versorgen.
  • E-Mail-Anhänge und Downloads nur aus vertrauenswürdigen Quellen öffnen.
  • Bei Verdacht: System vom Netz trennen und spezialisierte Tools einsetzen.

Verwandte Begriffe: Computervirus (ausführlicher Artikel), Malware (Oberbegriff), DSGVO (Meldepflicht bei Datenpannen durch Schadsoftware).