VRAM (Video RAM) ist der dedizierte Speicher einer GPU für Texturen, Framebuffer und Shader-Daten. Anders als der System-RAM sitzt er direkt auf der Grafikkarte und ist auf maximale Bandbreite ausgelegt — das ist entscheidend für flüssige Bildwiedergabe und rechenintensive Anwendungen.

Wofür wird VRAM gebraucht?

  • Spiele: Texturen, Shadowmaps und Auflösung. 1080p braucht ~6-8 GB, 4K mit High-Texturen 12-16 GB+.
  • KI/ML: Modelle und Zwischenaktivierungen liegen während Training/Inference im VRAM — die GPU-Größe begrenzt die Modellgröße (siehe LLM).
  • Content-Erstellung: Video-Edit und 3D-Rendering nutzen den Speicher für große Arbeitsmengen.

VRAM-Typen

Aktuelle Karten nutzen GDDR6/GDDR6X (Gaming, breite Busse) oder HBM2e/HBM3 (Rechenkarten wie Instinct/Hopper — extrem hohe Bandbreite, kleinerer Formfaktor). Wichtig sind Kapazität UND Bandbreite: Eine breite Speicheranbindung (z.B. 384 Bit) bringt oft mehr als reine GB-Zahl.

Praxis-Tipps

  • Zu wenig VRAM: Texturen laden nach, Ruckeln und Detailverlust.
  • Für KI lokal: Mehr VRAM erlaubt größere Modelle — bei 8 GB laufen ~7B-Modelle quantisiert, 24 GB schaffen 70B mit Quantisierung.

Verwandt: CPU, Motherboard.