Welche GPU für LLMs?
Für den Betrieb großer Sprachmodelle (LLMs) ist der VRAM (Grafikspeicher) der entscheidende Faktor. Das Modell muss während der Inferenz vollständig in den Speicher passen — vereinfacht gilt: Modellgröße in GB ≈ Anzahl der Parameter × 2 Bytes (bei 16-Bit-Genauigkeit, z. B. FP16/BF16).
Richtwerte
- 7–8 Mrd. Parameter (z. B. Llama 3 8B, Qwen 7B): ca. 14–16 GB VRAM → ab 16 GB (z. B. RTX 4080/4090, RTX 5070 Ti, A4000)
- 13–14 Mrd. Parameter: ca. 26–28 GB VRAM → 32-GB-Karten (z. B. RTX A6000, RTX 5090, 2× 16 GB)
- 30–35 Mrd. Parameter (z. B. Qwen 32B): ca. 60–70 GB VRAM → 2× 32 GB oder 1× 80 GB (z. B. A100/H100, 2× RTX 4090)
- 70 Mrd. Parameter: ca. 140 GB VRAM → mehrere 48-GB-Karten (A6000, L40S, A100 80 GB) oder Quantisierung
Praktische Wege, um mit weniger VRAM auszukommen
- Quantisierung (GGUF/Q4): Reduziert den Speicherbedarf um ca. 60–75 % bei geringem Qualitätsverlust — damit laufen 7B–14B-Modelle auf 8–16 GB VRAM.
- Kleinere Modelle: Für viele Aufgaben reichen 1–8-Milliarden-Parameter-Modelle völlig aus.
- CPU-Inferenz: Für Experimente und kleinere Modelle möglich, aber deutlich langsamer als GPU.
Inference, Training, Fine-Tuning
Inference (nur Ausführen) braucht deutlich weniger Ressourcen als Training oder Fine-Tuning. Wer eigene Modelle trainieren oder feinabstimmen möchte, benötigt in der Regel deutlich mehr VRAM und oft mehrere GPUs.
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