AWS (Amazon Web Services) ist die Cloud-Plattform von Amazon und der größte Anbieter von Cloud Computing weltweit. Seit dem Start 2006 stellt AWS Server, Speicher, Datenbanken und viele weitere Dienste nach Bedarf über das Internet bereit — ohne dass Unternehmen eigene Hardware kaufen müssen.
Die wichtigsten AWS-Dienste
- EC2: Virtuelle Server (Instances) in verschiedenen Größen — das Fundament für eigene Anwendungen (vergleichbar mit IaaS).
- S3: Object Storage für Dateien, Backups und statische Websites — extrem skalierbar und günstig.
- Lambda: Serverless-Funktionen, die nur bei Aufruf laufen und nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet werden.
- RDS: Verwaltete Datenbanken (MySQL, PostgreSQL und andere) mit automatischen Backups.
- IAM: Feingranulare Zugriffsrechte für Benutzer und Dienste.
Regionen und Verfügbarkeit
AWS betreibt weltweit über 30 Regionen mit jeweils mehreren Availability Zones — unabhängige Rechenzentren innerhalb einer Region. So können Anwendungen ausfallsicher über mehrere Zonen verteilt werden. Die Preise folgen dem Pay-as-you-go-Prinzip: bezahlt wird nur, was tatsächlich genutzt wird.
Wofür nutzt man AWS?
- Websites und Webshops mit Auto-Scaling bei Lastspitzen
- Backup- und Archivlösungen mit Object Storage
- KI- und Datenanalyse-Plattformen
- Testumgebungen, die nach Gebrauch wieder abgeschaltet werden
Einordnung im Cloud-Markt
Neben AWS gibt es mit Azure von Microsoft und Google Cloud Platform (GCP) zwei weitere große Anbieter. Alle drei bieten ähnliche Grunddienste an, unterscheiden sich aber in Details wie Preismodellen und Integrationen. Für Einsteiger sind PaaS- und SaaS-Angebote oft einfacher als der direkte Einstieg über Container und virtuelle Server.
Verwandte Grundlagen: Cloud Computing, Cloud-Region, Availability Zone, Pay-as-you-go.