Business Continuity (Geschäftskontinuität) bezeichnet die Fähigkeit einer Organisation, ihre kritischen Geschäftsprozesse bei Störungen weiterzuführen oder innerhalb kurzer Zeit wiederherzustellen. Das zugehörige Management-System heißt Business Continuity Management (BCM) und ist deutlich breiter als die reine IT-Wiederherstellung.
Business Continuity vs. Disaster Recovery
Der Disaster Recovery Plan ist ein Teil des BCM: Er kümmert sich speziell um IT-Systeme und Daten. Business Continuity betrachtet dagegen die gesamte Organisation – Mitarbeiter, Lieferanten, Gebäude, Kommunikation und Geschäftsprozesse. Ein Webshop kann zum Beispiel über ein Callcenter und manuelle Bestellaufnahme weiterarbeiten, während die IT noch wiederhergestellt wird.
ISO 22301: der Standard für BCM
Die internationale Norm ISO 22301 definiert die Anforderungen an ein Business Continuity Management System und ist zertifizierbar. Kernprozesse sind die Risikoanalyse und die Business Impact Analyse (BIA): Sie ermittelt, welche Prozesse wie lange ausfallen dürfen und welche Verluste ein Ausfall verursacht. Daraus leiten sich Wiederherstellungsziele wie RTO und RPO sowie Notfallpläne ab.
Der Business Continuity Plan (BCP)
Der BCP ist das konkrete Handbuch für den Krisenfall: Wer entscheidet, welche Ausweichprozesse greifen, wie Mitarbeiter informiert werden und wann der Disaster Recovery Plan startet. Regelmäßige Übungen prüfen, ob der Plan in der Praxis trägt.
Verwandte Grundlagen: Disaster Recovery Plan, Recovery Time Objective (RTO), Backup.