Eine DNS-Zone ist der Teil des DNS-Namensraums, für den ein Nameserver autoritativ ist. Wer eine Domain betreibt, pflegt seine Einträge in einer Zone — der Resolver bekommt von dort die verbindlichen Antworten auf seine Queries.

Zonendatei und Resource Records

Die Daten einer Zone liegen als Zonendatei vor: eine Textdatei mit Resource Records (RRs). Jeder Record hat Name, TTL, Klasse, Typ und Wert. Typische Einträge: A/AAAA für Adressen, CNAME für Aliase, MX für Mailserver, TXT für Zusatzinformationen und NS für die zuständigen Nameserver.

Der SOA-Record als Kopf der Zone

Jede Zone beginnt mit einem SOA-Record (Start of Authority). Er nennt den primären Nameserver, die E-Mail-Adresse des Administrators, eine Seriennummer zur Versionskontrolle sowie Zeitwerte für Refresh, Retry, Expire und das negative Caching. An der Seriennummer erkennen sekundäre Nameserver, ob sich die Zone geändert hat.

Primäre und sekundäre Nameserver

Der primäre Nameserver (Master) hält die maßgebliche Zonendatei. Sekundäre Nameserver (Slaves) laden Kopien davon per Zonentransfer: AXFR überträgt die komplette Zone, IXFR nur die Änderungen seit einer Seriennummer. Mehrere Nameserver machen das DNS ausfallsicher — fällt einer aus, übernehmen die anderen.

Zone, Domain und Delegation

Eine Domain kann in mehrere Zonen aufgeteilt sein: example.com ist eine Zone, sub.example.com kann als eigene Zone an andere Nameserver delegiert werden — sichtbar an NS-Records, die auf die fremden Server zeigen. Die Grenze zwischen den Zuständigkeiten verläuft also nicht zwingend an der Domain-Grenze.

Verwandte Grundlagen: DNS-Query, DNS-Resolver, DNS, MX-Record, DNS (Domain Name System)., dig-Befehle.