GitHub ist die größte Plattform zum Hosten von Git-Repositories. Git selbst ist nur das Versionsverwaltungswerkzeug; GitHub legt die Zusammenarbeit darüber: Weboberfläche, Rechte, Diskussionen und Automatisierung. Seit 2018 gehört GitHub zu Microsoft.

Die Kernfunktionen

  • Repositories: öffentlich oder privat, mit Issues, Wiki und Releases.
  • Forks und Pull Requests: Jeder kann ein Projekt kopieren, ändern und Änderungen vorschlagen – auch ohne Schreibrechte.
  • Issues: Fehlerberichte, Aufgaben und Diskussionen, verknüpfbar mit Commits („schließt #42").
  • Actions: CI/CD direkt im Repository. Workflows liegen als YAML unter .github/workflows/ und laufen auf von GitHub bereitgestellten oder eigenen Runnern.
  • Packages und Pages: Paket-Registry sowie statisches Webhosting aus dem Repository.
  • Branch-Schutzregeln: Reviews und grüne Pipelines erzwingbar, bevor gemergt werden darf.

Minimalbeispiel: ein Action-Workflow

name: Test
on: [push, pull_request]
jobs:
  test:
    runs-on: ubuntu-latest
    steps:
      - uses: actions/checkout@v4
      - uses: actions/setup-python@v5
        with:
          python-version: '3.12'
      - run: pip install -r requirements.txt
      - run: pytest -q

Arbeiten mit dem Werkzeug auf der Kommandozeile

gh auth login
gh repo clone benutzer/projekt
gh pr create --fill
gh pr checks

Worauf man achten sollte

GitHub ist ein US-Dienst; für regulierte Umgebungen kann das ein Ausschlusskriterium sein. Die Verfügbarkeit hängt am Anbieter, und CI-Minuten sind in kostenlosen Plänen begrenzt. Wer volle Kontrolle und eigene Runner braucht, prüft GitLab im Selbstbetrieb.

Siehe auch