HEIF (High Efficiency Image File Format, ISO/IEC 23008-12) ist ein Container-Standard der MPEG-Gruppe für digitale Bilder. Er kann verschiedene Codecs aufnehmen — am bekanntesten ist HEIC, Apples Bezeichnung für HEIF-Dateien mit HEVC-Kompression (H.265).

Container statt Codec

HEIF basiert auf dem ISO Base Media File Format (ISOBMFF, ISO/IEC 14496-12), das auch MP4-Videos nutzt. Eine HEIF-Datei kann daher mehrere Bilder, Bildserien, Alphakanäle, Tiefeninformationen, Live-Fotos und sogar Text oder Audio enthalten — alles in einer Datei.

HEIC und die Apple-Verbreitung

  • Seit iOS 11 (2017) speichern iPhones Fotos standardmäßig als HEIC — etwa halb so groß wie vergleichbare JPEGs bei besserer Qualität.
  • Android und Desktop-Betriebssysteme unterstützen HEIF zunehmend; der Container kann auch AV1 (AVIF) oder JPEG als Codec enthalten.
  • Die Hürde ist die Patentlage von HEVC: Für Web-Nutzung setzen sich deshalb lizenzfreie Formate wie AVIF durch.

Praxis

HEIC-Dateien vom iPhone lassen sich mit gängigen Tools in JPEG oder AVIF konvertieren. Wer HEIF als Zielformat wählt, entscheidet sich vor allem für den flexiblen Container und die Möglichkeit, Bildserien samt Metadaten kompakt zu speichern.

HEIF steht damit neben AVIF und JPEG XL in der Reihe der modernen Bildformate, die JPEG bei gleicher Qualität an Kompression übertreffen.