Kollisionsdomäne
Kollisionsdomäne (englisch collision domain) ist der Netzwerkbereich, in dem zwei gleichzeitige Sendungen kollidieren können. Teilen sich mehrere Geräte dasselbe Medium (Kabel, Hub, Funkkanal), dürfen sie nicht gleichzeitig senden – tun sie es doch, überlagern sich die Signale und werden unbrauchbar.
Klassische Kollisionsdomäne: der Hub
Ein Hub leitet jedes ankommende Signal an alle Ports weiter. Alle daran angeschlossenen Geräte bilden daher eine einzige Kollisionsdomäne: Sendet ein Gerät, lauschen alle anderen, und zwei gleichzeitige Sender kollidieren. Je mehr Teilnehmer, desto häufiger die Kollisionen und desto geringer der nutzbare Durchsatz.
Der Switch teilt die Kollisionsdomäne
Ein Switch schaltet jede Port-Verbindung als eigene Punkt-zu-Punkt-Strecke durch. Dadurch hat jeder Port seine eigene Kollisionsdomäne – bei Vollduplex-Verbindung entfällt die Kollisionsgefahr sogar komplett. Deshalb gilt: Der Switch verkleinert die Kollisionsdomäne auf ein Minimum, während er die Broadcast-Domäne unverändert lässt.
Grenzen des geteilten Mediums
Bei klassischem Ethernet mit gemeinsamem Bus begrenzt die Kollisionsdomäne auch die Ausdehnung: Signale brauchen Zeit zum Ausbreiten, und die Kollisionserkennung muss eine Kollision noch während der Sendung bemerken. Daraus ergeben sich die maximalen Kabellängen (z. B. 100 m bei Twisted-Pair) und die Mindest-Frame-Länge von 64 Byte.
Verwandte Grundlagen: Ethernet, Halbduplex, Auto-Negotiation.