Netzwerkkarte (englisch Network Interface Card, kurz NIC) ist die Hardware-Komponente, mit der ein Computer mit einem Netzwerk verbunden wird. Sie wandelt Daten des Computers in elektrische oder optische Signale um und schickt sie über Kabel oder Funk ins Netz — und nimmt eingehende Signale wieder entgegen.
Was eine Netzwerkkarte leistet
Beim Senden verpackt die Karte die Daten in Rahmen (Frames) und versieht sie mit der eigenen MAC-Adresse sowie der Adresse des Empfängers. Beim Empfangen prüft sie, ob ein Rahmen an sie gerichtet ist, und reicht den Inhalt an das Betriebssystem weiter. Die Kommunikation folgt dabei den Regeln des jeweiligen Netzwerkprotokolls — allen voran Ethernet für kabelgebundene Verbindungen.
Formen von Netzwerkkarten
- Onboard: Die Karte ist direkt auf dem Motherboard integriert — heute der Standard.
- Steckkarte: Eine separate Karte im PCIe-Steckplatz, etwa für 10-Gigabit-Ethernet.
- USB-Adapter: Eine kompakte externe Lösung über USB, praktisch für Notebooks.
- WLAN-Karten: Stellen die Verbindung per Funk her (siehe WLAN).
Geschwindigkeiten und Aufbau
Übliche kabelgebundene Karten unterstützen 1 Gbit/s (Gigabit-Ethernet); im Serverbereich sind 10, 25 oder 40 Gbit/s verbreitet, besonders bei Servern in Rechenzentren. Für den Betrieb ist ein passender Treiber nötig, der die Karte dem Betriebssystem bekannt macht; der Formfaktor bestimmt, wo die Karte im Gerät Platz findet.
Netzwerkkarte im Zusammenspiel
Jeder Rechner im lokalen Netz braucht eine Netzwerkkarte, um mit Switches, Routern und anderen Geräten zu kommunizieren. Die Karte erhält vom Betriebssystem eine IP-Adresse und spricht über den Netzwerk-Stack mit dem Rest der Welt — egal ob einzelne Datenpakete als Unicast, Multicast oder Broadcast gesendet werden.