Port Forwarding (deutsch „Portweiterleitung“ oder „Portfreigabe“) leitet eingehende Verbindungen, die auf einem bestimmten Port der öffentlichen Adresse eintreffen, an ein Gerät im internen Netz weiter. Fachlich ist es eine Destination NAT (DNAT): Die Zieladresse eines Pakets wird von der öffentlichen IP auf eine private IP:Port-Kombination umgeschrieben.
Funktionsweise
Bei der klassischen Netzadressübersetzung (NAT) mit Port Address Translation (PAT) ordnen Heimrouter vielen privaten Adressen eine einzige öffentliche IP mit unterschiedlichen Ports zu. Damit von außen trotzdem ein bestimmtes Gerät erreichbar ist, legt die Portweiterleitung eine statische Zuordnung an: öffentlicher Port zu privater IP und Port.
Typische Anwendungen
- Webserver, SSH- oder Remote-Desktop-Zugriff im Heimnetz
- Spiele- und Voice-Server
- Überwachungskameras und Smart-Home-Geräte
Alternativen
Statt einer manuellen Weiterleitung kann UPnP die Ports automatisch öffnen, Port Triggering schaltet Ports dynamisch frei, und Dienste wie VPN oder NAT-Traversal umgehen die Weiterleitung ganz.
Sicherheit
Jede Portfreigabe vergrößert die Angriffsfläche: Es sollten nur notwendige Ports geöffnet, die Dienste aktuell gehalten und der Zugriff nach Möglichkeit eingeschränkt werden. Bei verschachtelten Routern kann zudem Double NAT dafür sorgen, dass die Weiterleitung erst am zweiten Gerät greift.
Verwandte Grundlagen: NAT, NAT-Traversal, Double NAT, Hairpin NAT.