Mit df (disk free) und du (disk usage) behalten Sie den Speicherplatz Ihres Linux-Systems im Blick: df zeigt die Auslastung ganzer Dateisysteme, du die Größe einzelner Verzeichnisse.

df: Dateisysteme anzeigen

df -h

Zeigt alle eingehängten Dateisysteme in menschenlesbarer Form (-h = human readable, z.B. 12G statt 12582912). Ohne Option werden Blöcke zu 1 KiB ausgegeben.

  • df -h /home — nur das Dateisystem, das den Pfad enthält
  • df -i — Inodes statt Blöcke (wichtig bei voller Inode-Tabelle: „No space left on device", obwohl Platz da ist)
  • df -T — zeigt zusätzlich den Dateisystemtyp (ext4, xfs, tmpfs ...)

du: Verzeichnisgrößen ermitteln

du -sh /var/log

du -s fasst das Verzeichnis zusammen, -h liefert lesbare Größen. Ohne -s listet du jeden Unterordner einzeln auf.

  • du -sh * — Größe aller Einträge im aktuellen Verzeichnis
  • du -sh * | sort -h — aufsteigend sortierte Liste (größte Verzeichnisse unten)
  • du --max-depth=1 -h /var — nur eine Ebene tief, praktisch für die Suche nach Speicherfressern
  • du -sh ~/.cache — gezielt den Cache-Ordner prüfen, der oft unerwartet groß wird

Praxis-Tipp: df und du kombinieren

Wenn die Platte voll ist: zuerst df -h (welches Dateisystem?), dann du -sh /var/* 2>/dev/null | sort -h | tail -5, um den größten Verursacher zu finden. Mit du -x bleibt du innerhalb eines Dateisystems und zählt nicht doppelt eingehängte Pfade.

Verwandte Grundlagen: Dateisysteme erklärt und Prozesse mit ps, top und kill verwalten.