ssh (Secure Shell) öffnet eine verschlüsselte Konsole auf einem entfernten Rechner, scp kopiert einzelne Dateien dorthin und rsync synchronisiert ganze Verzeichnisbäume. Alle drei nutzen dasselbe SSH-Protokoll und dieselbe Authentifizierung.

ssh: Kommandozeile auf dem Remote-Server

ssh Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
  • ssh -p 2222 benutzer@host — anderen Port verwenden (Standard: 22)
  • ssh -i ~/.ssh/id_ed25519 benutzer@host — bestimmten Schlüssel nutzen
  • ssh-copy-id benutzer@host — den eigenen öffentlichen Schlüssel auf dem Server hinterlegen, danach Login ohne Passwort
  • ssh benutzer@host 'command' — Befehl direkt ausführen, ohne interaktive Shell

scp: Dateien kopieren

scp backup.tar.gz benutzer@host:/home/benutzer/

Kopiert die Datei auf den Server. In die andere Richtung: scp benutzer@host:/pfad/datei.txt .

  • scp -r ordner benutzer@host:/ziel/ — rekursiv ganze Verzeichnisse kopieren
  • scp -P 2222 datei benutzer@host:/ziel/ — großer Port-Buchstabe auf der Client-Seite (kleines -p wäre die Zeiterhaltung)

rsync: Synchronisieren mit Delta-Übertragung

rsync -avz /home/benutzer/www/ benutzer@host:/backup/www/

-a (archive) erhält Rechte, Zeiten und Links; -v ist ausführlich; -z komprimiert. rsync überträgt nur geänderte Teile — nach dem ersten Lauf ist eine Sicherung extrem schnell.

  • rsync -avz --delete quelle/ ziel/ — löscht am Ziel, was an der Quelle fehlt (exakte Spiegelung — Vorsicht!)
  • rsync -avzn quelle/ ziel/ — Trockenlauf (-n), zeigt ohne Änderung, was passieren würde
  • rsync -avz --progress quelle/ ziel/ — Fortschrittsanzeige bei großen Kopien

Wichtig: Ein abschließender Schrägstrich bei quelle/ bedeutet „Inhalt des Ordners", ohne Schrägstrich wird der Ordner selbst ins Ziel gelegt. Das ist die häufigste rsync-Falle.

Verwandte Grundlagen: Rechte vergeben mit chmod und chown und Archive mit tar und gzip.