IP-in-IP-Befehle zeigen die Einrichtung der einfachsten Tunnelvariante: IP-in-IP (IPIP) kapselt ein komplettes IPv4-Paket in ein weiteres IPv4-Paket (äußere Protokollnummer 4) — ohne eigenen Kapselungs-Header, mit exakt 20 Byte Overhead. Auf Cisco heißt der Modus ipip, unter Linux legt man den Tunnel mit iproute2 an.

Cisco IOS: IP-in-IP-Tunnel

interface Tunnel0
 ip address 10.0.0.1 255.255.255.252
 tunnel source GigabitEthernet0/1
 tunnel destination 203.0.113.2
 tunnel mode ipip
end

Der entscheidende Befehl ist tunnel mode ipip — er setzt die Kapselung auf IP-in-IP. Wie bei GRE bestimmen tunnel source und tunnel destination die äußeren Endpunkte. Weil IPIP nur IP kapseln kann, eignet es sich für einfache Punkt-zu-Punkt-Tunnel zwischen Routern; andere Protokolle oder Multicast transportiert es nicht.

Linux: IPIP mit iproute2

sudo ip tunnel add ipip1 mode ipip local 192.0.2.1 remote 198.51.100.2 ttl 255
sudo ip addr add 10.0.0.1/30 dev ipip1
sudo ip link set ipip1 up
ip -s tunnel show

ip tunnel add ipip1 mode ipip erzeugt die IPIP-Schnittstelle; ip -s tunnel show zeigt zusätzlich Zähler für übertragene Pakete. IP-in-IP bietet weder Verschlüsselung noch Authentifizierung — wer Schutz braucht, nutzt IPsec darüber oder greift gleich zu DMVPN.

Grenzen im Blick behalten

Die Protokollnummern nicht verwechseln: 4 = IP-in-IP, 41 = IPv6-in-IPv4 (6in4), 47 = GRE. Während GRE beliebige Protokolle und Multicast kapselt, bleibt IPIP auf reines IP beschränkt — wer Flexibilität braucht, setzt GRE ein, wer minimale Last will, IP-in-IP.

Verwandte Grundlagen: GRE-Befehle, DMVPN-Befehle, IP-Tunnel, VXLAN-Befehle, Netzwerkprotokoll.