ufw (Uncomplicated Firewall) ist die einfach zu bedienende Firewall-Schnittstelle von Ubuntu und Debian. Sie verwaltet im Hintergrund iptables bzw. nftables-Regeln, versteckt deren Komplexität aber hinter kurzen, lesbaren Kommandos. Typischer Einsatz: ein Server, der nur ausgewählte Ports nach außen öffnet.
Grundbefehle
sudo ufw enable # Firewall aktivieren (bei Erstaktivierung ssh erlauben!)
sudo ufw disable # Firewall deaktivieren
sudo ufw status # Kurzstatus
sudo ufw status verbose # Ausführlicher Status mit Standard-Policy
sudo ufw status numbered # Regeln nummeriert anzeigen (zum Löschen)
Regeln setzen
sudo ufw default deny incoming # Standard: eingehend blockieren
sudo ufw default allow outgoing # Standard: ausgehend erlauben
sudo ufw allow 22/tcp # SSH öffnen
sudo ufw allow 80,443/tcp # HTTP und HTTPS öffnen
sudo ufw deny 23/tcp # Telnet explizit blockieren
sudo ufw allow from 192.168.1.0/24 # nur internes Netz
sudo ufw delete allow 80 # Regel wieder entfernen
Anwendungsprofile
Installierte Pakete legen Profile unter /etc/ufw/applications.d an. sudo ufw app list zeigt sie, sudo ufw app info OpenSSH Details, sudo ufw allow OpenSSH aktiviert ein Profil mit Namen statt Portnummer.
Weitere Kommandos
sudo ufw reload # Konfiguration neu laden
sudo ufw logging on # Logging aktivieren
sudo ufw reset # alle Regeln zurücksetzen
Zum Verwalten bestehender nummerierter Regeln hilft sudo ufw delete <nummer> nach status numbered. Wer feinere Kontrolle über Tabellen und Ketten braucht, arbeitet direkt mit iptables-Befehlen oder dem modernen nftables.
Verwandte Grundlagen: iptables-Befehle, nftables-Befehle.