whois fragt die Registrierungsdaten einer Domain oder IP-Adresse ab: Inhaber (oft aus Datenschutzgründen gekürzt), Registrar, Erstellungs- und Ablaufdatum, Nameserver und Statuscodes. Das Protokoll (RFC 3912) spricht Klartext über Port 43; das Kommandozeilen-Werkzeug heißt ebenfalls whois.
Domain-Abfrage
whois hanse-computing.de # .de-Abfrage (DENIC)
whois example.com # generische TLD (.com/.org)
whois -h whois.verisign-grs.com example.com # -h: bestimmten Server fragen
Die Ausgabe zeigt unter anderem Registrar, Creation Date, Expiry Date und die Nameserver. Personenbezogene Kontaktdaten sind seit der DSGVO meist redacted („Redacted for Privacy" oder „nicht verfügbar") — das ist kein Fehler der Abfrage.
IP-Adressen und AS-Nummern
whois 85.13.135.31 # zeigt die zustaendige RIR + Inhaber
whois -h whois.ripe.net 85.13.135.31 # gezielt bei RIPE nachfragen
IP-Blöcke verwaltet je Region eine RIR: RIPE (Europa/Nahost), ARIN (Nordamerika), APNIC (Asien-Pazifik), LACNIC (Lateinamerika), AFRINIC (Afrika). Das whois-Werkzeug ermittelt die zuständige Registry automatisch und leitet die Anfrage weiter.
Wer steckt dahinter?
Vor dem Kauf einer Domain oder vor einer Abuse-Meldung ist whois der erste Schritt: Wer gehört die Domain, wann läuft sie ab, welcher Registrar verwaltet sie? Der moderne Nachfolger RDAP liefert dieselben Daten strukturiert als JSON über HTTPS (RFC 7480–7484).
Gehört die IP zu einem Netz, dessen Erreichbarkeit schwankt, hilft mtr beim Lokalisieren; die DNS-Records der Domain prüft drill.
Verwandte Grundlagen: Domäne, IP-Adresse, mtr-Befehle, drill-Befehle.