OLAP (Online Analytical Processing) bezeichnet Analyse-Systeme, die Daten mehrdimensional auswerten — zum Beispiel Verkäufe nach Zeit, Region und Produkt zugleich. Der Begriff geht auf Edgar F. Codd (1993) zurück und ist das Gegenstück zu OLTP (Transaktionsverarbeitung).

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Mehrdimensionales Datenmodell

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OLAP organisiert Kennzahlen (Fakten) entlang mehrerer Dimensionen. Der Würfel (Cube) kombiniert Dimensionen wie Zeit, Ort und Produkt; jede Zelle enthält einen aggregierten Wert. Die typischen Operationen:

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  • Slice/Dice: Scheiben oder Teilwürfel herausfiltern
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  • Roll-up: Aggregation auf höherer Ebene (z. B. Monat → Jahr)
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  • Drill-down: Aufschlüsselung in feinere Details (Jahr → Monat → Tag)
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  • Pivot: Dimensionen neu anordnen, um Sichten zu drehen
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MOLAP, ROLAP, HOLAP

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Bei MOLAP liegen die Daten voraggregiert in einem eigenen mehrdimensionalen Speicher (sehr schnelle Abfragen, dafür Vorab-Berechnung). ROLAP arbeitet direkt gegen eine relationale Datenbank (typischerweise in einem dimensionalen Sternschema) und aggregiert zur Laufzeit. HOLAP mischt beide Ansätze.

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Einsatz

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OLAP ist die Auswertungsschicht über einem Data Warehouse oder Data Mart und Grundlage für Business Intelligence, Dashboards und Ad-hoc-Analysen (häufig auf Basis eines Lakehouse). Werkzeuge: Microsoft Analysis Services, SAP BW, ClickHouse, Apache Kylin, viele BI-Suiten.

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Verwandte Grundlagen: Data Warehouse, Data Mart, ETL.