OLTP (Online Transaction Processing) bezeichnet Datenbanksysteme, die die laufenden Geschäftstransaktionen eines Unternehmens verarbeiten – etwa Bestellungen, Buchungen, Kontobewegungen oder Login-Vorgänge. Typisch sind kurze Transaktionen, die nur wenige Zeilen betreffen und sehr häufig ausgeführt werden. Gemessen wird die Leistung in Transaktionen pro Sekunde (TPS).

Merkmale von OLTP-Systemen

  • ACID-Transaktionen: Die ACID-Transaktionssicherheit garantiert, dass jede Transaktion atomar, konsistent, isoliert und dauerhaft ist – ein verlorener Schreibvorgang bedeutet hier fehlendes Geld, nicht nur einen veralteten Chart.
  • Normalisierte Schemata: OLTP-Datenbanken sind meist stark normalisiert, um Redundanzen beim Schreiben zu vermeiden. Genau dieser Normalisierungsgrad ist das Vorbild für das Snowflake-Schema im Analysebereich.
  • Zeilenorientierte Speicherung: Die Daten liegen zeilenweise vor, damit einzelne Datensätze schnell gelesen und aktualisiert werden können.
  • Hohe Parallelität: Viele Nutzer greifen gleichzeitig zu; Datenbank-Indizes und Sperrmechanismen halten den Durchsatz hoch.

Typische Vertreter sind klassische relationale Systeme wie PostgreSQL, MySQL, Oracle oder SQL Server. In einer Transaktionsdatenbank liegt das System of Record – die verbindliche Quelle der Geschäftsdaten.

Abgrenzung zu OLAP

Während OLTP den Betriebsalltag abwickelt, analysieren OLAP-Systeme große Datenmengen für Auswertungen. Dafür werden die operativen Daten über ETL- oder ELT-Prozesse in ein Data Warehouse überführt – dort liegen sie denormalisiert und analyse-optimiert vor.

Verwandte Grundlagen: Snowflake-Schema, ELT, OLAP, Transaktionsdatenbank.