Die Dimensionstabelle (englisch dimension table) liefert im Star-Schema den beschreibenden Kontext für die Kennzahlen der Faktentabelle. Sie enthält Attribute wie Kundenname, Produktkategorie oder Region, mit denen sich Kennzahlen filtern und gruppieren lassen.

Surrogat-Schlüssel

Dimensionstabellen verwenden typischerweise Surrogat-Schlüssel: künstliche, fortlaufende IDs ohne fachliche Bedeutung. Sie bleiben stabil, auch wenn sich der natürliche Schlüssel oder die Attribute ändern, und verbinden sich über Fremdschlüssel mit der Faktentabelle.

Denormalisierung

Im Star-Schema sind Dimensionstabellen bewusst denormalisiert und flach gehalten. Dadurch sinkt die Zahl der Joins bei Abfragen, was die Performance für Business-Intelligence- und OLAP-Auswertungen verbessert.

Hierarchien und langsam veränderliche Dimensionen

Attribute bilden Hierarchien für Drill-downs, zum Beispiel Zeit (Jahr, Quartal, Monat, Tag) oder Produkt (Kategorie, Marke, Produkt). Ändern sich Attribute über die Zeit, spricht man von langsam veränderlichen Dimensionen (Slowly Changing Dimensions, SCD): Typ 1 überschreibt den Wert, Typ 2 legt eine neue Zeile mit Gültigkeitszeitraum an, Typ 3 führt eine zusätzliche Spalte ein.

In einem Data Mart werden Dimensionen meist fachbereichsbezogen geschnitten, im Data Warehouse oft unternehmensweit einheitlich geführt.

Verwandte Grundlagen: Star-Schema, Faktentabelle, Business Intelligence, Data Mart, Data Warehouse.