Ein differentielles Backup sichert alle Daten, die sich seit dem letzten Vollbackup geändert haben – unabhängig davon, ob ein früheres differentielles Backup sie bereits enthält. Es liegt damit zwischen Voll- und inkrementellem Backup: schneller als ein Vollbackup, aber umfangreicher als ein Inkrement.
So funktioniert es
Nach dem Vollbackup markiert das System jede geänderte Datei (Archiv-Bit oder Changed-Block-Tracking). Jedes differentielle Backup kopiert alle seit dem Vollbackup veränderten Daten, setzt die Markierung aber nicht zurück. Dadurch wächst jede weitere differentielle Sicherung in derselben Periode an: Die Sicherung von Mittwoch enthält auch die Änderungen von Montag und Dienstag.
Wiederherstellung – nur zwei Datensätze
Der große Vorteil liegt im Restore: Benötigt werden nur das letzte Vollbackup und das aktuellste differentielle Backup. Kein Zusammenspiel mehrerer Kettenglieder wie beim Inkrement – die Wiederherstellung ist schneller und robuster. Dafür verbraucht das differentielle Verfahren mehr Speicherplatz, weil täglich wachsende Datenmengen erneut gesichert werden.
Einsatz
Typisch ist ein wöchentliches Vollbackup mit täglichen Differentiellen. Wer einen guten Kompromiss aus Speicherbedarf, Sicherungsdauer und Restore-Geschwindigkeit sucht, wählt häufig diese Variante. Kombinationen sind möglich: etwa Vollbackup am Wochenende, Differentielle unter der Woche und zusätzliche Inkremente bei sehr großen Datenbeständen.
Verwandte Grundlagen: Backup, Restore, Snapshot, Datenbank-Replikation.