Ein Vollbackup (auch Vollsicherung oder Full Backup) kopiert den kompletten Datenbestand eines Systems – alle Dateien, Ordner, Anwendungen und Konfigurationen – auf ein Sicherungsmedium. Es ist die Basis jeder Backup-Strategie: Ohne ein Vollbackup als Referenzpunkt können die ergänzenden Verfahren inkrementelles Backup und differentielles Backup nicht arbeiten.

Eigenschaften

  • Umfang: Die gesamte Datenmenge wird gesichert, unabhängig davon, ob sich Dateien geändert haben.
  • Dauer: Am langsamsten aller Verfahren, weil alles gelesen und geschrieben wird.
  • Speicherbedarf: Am höchsten – je Sicherung die volle Datenmenge.
  • Wiederherstellung: Am einfachsten: Es genügt der eine Vollbackup-Datensatz, um den Zustand zum Sicherungszeitpunkt herzustellen.

Typischer Einsatz

In der Praxis läuft ein Vollbackup seltener als die ergänzenden Sicherungen, klassisch wöchentlich (zum Beispiel am Wochenende). Dazwischen sichern tägliche Inkremente oder Differentielle die Änderungen. Beim Restore stellt man zuerst das Vollbackup wieder her und spielt anschließend die Änderungssicherungen auf.

Eine verbreitete Organisationsform ist die 3-2-1-Regel: mindestens drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine Kopie außer Haus. Rotationsschemata wie GFS (Grandfather-Father-Son) kombinieren tägliche, wöchentliche und monatliche Sicherungen, wobei die monatlichen Vollbackups lange aufbewahrt werden. Moderne Lösungen erzeugen außerdem synthetische Vollbackups, indem sie aus dem letzten Vollbackup und den Inkrementen ohne Zugriff auf das Quellsystem ein neues Vollbackup zusammensetzen.

Verwandte Grundlagen: Backup, Restore, Snapshot, Recovery Time Objective.