Ein inkrementelles Backup sichert nur die Daten, die sich seit der letzten Sicherung geändert haben oder neu hinzugekommen sind – also seit dem letzten Vollbackup oder seit dem letzten inkrementellen Backup. Es ist die schnellste und speichersparendste Sicherungsart.

So funktioniert es

Nach einem Vollbackup markiert das System geänderte Dateien (klassisch über das Archiv-Bit, modern über Changed-Block-Tracking). Jedes Inkrement kopiert genau diese Änderungen und setzt die Markierung anschließend zurück. Am nächsten Tag werden nur die seither erneut geänderten Dateien gesichert – die Sicherungsmenge bleibt pro Lauf klein.

Wiederherstellung – die Kette

Der Nachteil liegt im Restore: Benötigt werden das letzte Vollbackup plus alle inkrementellen Sicherungen in der richtigen Reihenfolge. Ist ein einziges Glied der Kette defekt oder verloren, lassen sich nur die Daten bis zum vorherigen Inkrement wiederherstellen. Die Wiederherstellung dauert daher länger als bei einem differentiellen Backup, das nur zwei Datensätze benötigt.

Einsatz

Typisch ist ein wöchentliches Vollbackup mit täglichen Inkrementen dazwischen. Vorteil: minimaler Speicherbedarf und kurze Sicherungsfenster. Nachteil: lange Restore-Kette und größere Fehleranfälligkeit. Zusätzlich bieten viele Lösungen eine Deduplizierung an, die doppelte Datenblöcke nur einmal ablegt, sowie synthetische Vollbackups, die die Inkremente periodisch zu einem neuen Vollbackup verdichten.

Verwandte Grundlagen: Backup, Restore, Snapshot, Disaster Recovery Plan.