Data Loss Prevention (DLP) – auf Deutsch Datenverlust-Verhinderung – umfasst Techniken und Prozesse, die verhindern, dass vertrauliche Daten das Unternehmen unerlaubt verlassen. Im Mittelpunkt steht der Schutz von personenbezogenen Daten, geistigem Eigentum und Finanzinformationen.

Wo DLP ansetzt

  • Network-DLP: überwacht den Datenverkehr am Netzwerkrand, prüft E-Mails, Uploads und Web-Verkehr auf vertrauliche Inhalte.
  • Endpoint-DLP: läuft auf den Arbeitsrechnern und kontrolliert USB-Sticks, Drucker, Zwischenablage und lokale Dateiaktionen.
  • Cloud-DLP: kontrolliert Daten in SaaS-Anwendungen und Cloud-Speichern, oft als Teil eines CASB.

Wie DLP vertrauliche Daten erkennt

DLP-Systeme kombinieren Content Inspection mit Kontext-Analyse: Fingerprints von Dokumenten, Datenbankabgleiche, reguläre Ausdrücke für Kreditkarten- oder Kontonummern sowie Metadaten wie Absender und Empfänger. Erkennt das System einen Verstoß, blockiert es die Aktion, alarmiert die Sicherheitsabteilung oder setzt eine Verschlüsselung durch.

DLP im Sicherheitsumfeld

DLP ist eine wichtige Datenquelle für UEBA-Systeme: Deren Verhaltensanalyse wertet DLP-Ereignisse aus, um Insider-Bedrohungen wie massenhafte Downloads vor dem Jobwechsel zu erkennen. In modernen Sicherheitsplattformen ist DLP außerdem ein Baustein der Security Service Edge und ergänzt SWG und CASB. Verwandte Grundlagen: CASB, UEBA.