Ein Secure Web Gateway (SWG) ist ein Sicherheitsdienst, der den Web-Verkehr von Nutzern filtert und vor Bedrohungen aus dem Internet schützt. Es sitzt als Proxy zwischen Browser und Webseite und prüft jede Anfrage, bevor sie durchgelassen wird.

Was ein SWG leistet

  • URL-Filterung: Der Zugriff auf Kategorien wie Glücksspiel, soziale Netzwerke oder Malware-Seiten wird erlaubt oder blockiert.
  • Malware-Schutz: Downloads werden gescannt, bekannte Schadcode-Signaturen und verdächtige Muster blockiert.
  • TLS-/SSL-Inspektion: Der verschlüsselte HTTPS-Verkehr wird entschlüsselt, geprüft und wieder verschlüsselt („Man-in-the-Middle“ durch die eigene Infrastruktur).
  • Applikationskontrolle: Cloud-Dienste und Web-Anwendungen lassen sich granular steuern.
  • Data Loss Prevention: Vertrauliche Inhalte werden beim Upload erkannt und am Verlassen des Netzes gehindert.

Cloud-basierte SWGs und SASE

Klassische SWGs standen als Hardware im Rechenzentrum. Moderne Anbieter wie Zscaler oder Netskope betreiben sie als Cloud-Dienst in weltweit verteilten Rechenzentren und leiten den Verkehr ihrer Kunden dorthin um. Damit wird das SWG zu einer Komponente der SASE- und SSE-Architektur: Zusammen mit ZTNA, CASB und FWaaS schützt es den Zugriff auf Web und Cloud – unabhängig vom Standort des Nutzers.

Abgrenzung: Eine klassische Firewall filtert Netzwerkverkehr auf Ebene 3/4, ein SWG arbeitet auf Anwendungsebene (HTTP/HTTPS) und versteht Web-Inhalte. Verwandte Grundlagen: SASE, CASB.