Eine Firewall ist eine Schutzvorrichtung, die den Datenverkehr zwischen Netzwerken (z. B. Internet und Firmennetz) filtert. Sie arbeitet nach Regeln: Erlaubter Verkehr wird durchgelassen, alles andere blockiert. Das Grundprinzip heißt Default-Deny: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, wird verworfen.

Arten von Firewalls

  • Paketfilter: Prüft pro Paket IP-Adresse, Port und Protokoll (z. B. Linux iptables/nftables).
  • Stateful Inspection: Beobachtet Verbindungszustände — Antwortpakete auf erlaubte Verbindungen werden automatisch durchgelassen.
  • Application-Layer / Next-Generation: Analysiert den Inhalt (z. B. HTTP) und erkennt Angriffe wie SQL-Injection im Datenstrom.
  • Web Application Firewall (WAF): Speziell für Webanwendungen, blockiert Angriffe auf Skripte und APIs.

Typische Regeln

Erlaube ausgehende Verbindungen (Surfen, E-Mail)
Erlaube eingehenden Webverkehr auf Port 80/443 (HTTP/HTTPS)
Erlaube SSH-Verwaltung nur aus bestimmten IP-Adressen
Blockiere alles andere (Default-Deny)

Praxis-Tipps

  • Prinzip der minimalen Rechte: Nur die Ports freigeben, die wirklich benötigt werden.
  • DMZ: Öffentlich erreichbare Server (Web, Mail) gehören in eine eigene Netzwerkzone mit eingeschränktem Zugriff ins interne Netz.
  • Testen: nmap -p 22,80,443 ziel-ip zeigt von außen, welche Ports tatsächlich offen sind.
  • Kein Allheilmittel: Eine Firewall schützt nicht vor Phishing, kompromittierten Zugangsdaten oder Schwachstellen in Anwendungen — sie ist ein Baustein neben Updates und Backups.

Verwandte Grundlagen: DNS, Query.