GIF (Graphics Interchange Format, Endung .gif, gesprochen „Giff“ oder „Dschiff“) ist ein Rasterbildformat, das 1987 von CompuServe eingeführt und 1989 mit der Version 89a erweitert wurde. Es beschränkt jedes Bild auf eine Palette von maximal 256 Farben, unterstützt eine Transparenzfarbe und kann durch mehrere Einzelbilder einfache Animationen darstellen – genau diese Kombination machte GIF in den 1990er-Jahren zum Standard für Webgrafiken und später zu einem beliebten Format für kurze, schleifenförmige Animationen („GIFs“).
Wie funktioniert GIF?
GIF speichert Bilder als indizierte Farbpalette: Jedes Pixel verweist auf einen Eintrag in einer Farbtabelle mit bis zu 256 Einträgen. Die Daten werden mit dem LZW-Verfahren (Lempel-Ziv-Welch) verlustfrei komprimiert – verlustbehaftet ist nur die Reduktion auf 256 Farben bei der Konvertierung. Bei Animationen legt GIF fest, wie lange jedes Einzelbild angezeigt wird, und kann nur veränderte Bildbereiche (Disposal Methods) speichern, um Dateigröße zu sparen.
Grenzen und die Patentgeschichte
Das LZW-Verfahren war durch ein Unisys-Patent geschützt, für das ab 1994 Lizenzgebühren verlangt wurden. Als Reaktion darauf entstand 1996 das lizenzfreie PNG-Format; die GIF-Patente liefen 2003 aus. Heute ist GIF wieder frei nutzbar, technisch aber veraltet: 256 Farben und die geringe Kompressionseffizienz machen es für Fotos ungeeignet – dort ist JPEG die richtige Wahl.
Einsatz heute
- Animationen: Kurze Schleifen ohne Ton, oft von Video konvertiert; Alternativen sind WebP und APNG sowie echte Videos im MP4-Format (deutlich kleiner)
- Einfache Grafiken: Logos, Buttons und Diagramme mit wenigen Farben – hier kann GIF trotz des Alters sinnvoll sein
- Für verlustfreie Webgrafiken mit Transparenz ist heute meist PNG die bessere Wahl
Verwandte Grundlagen: PNG, JPEG, WebP, Datenkompression.