PNG (Portable Network Graphics, Endung .png, gesprochen „Ping“) ist ein verlustfreies Rasterbildformat, das 1996 vom World Wide Web Consortium (W3C) als freier Ersatz für das patentbelastete GIF standardisiert wurde. Es komprimiert ohne jeden Qualitätsverlust, unterstützt Transparenz über einen Alphakanal und ist heute das meistgenutzte Format für Screenshots, Logos, Icons und Webgrafiken.

Wie funktioniert PNG?

PNG komprimiert verlustfrei mit dem Deflate-Algorithmus (derselbe wie in ZIP). Vor der Kompression werden die Bildzeilen mit Filtern vorverarbeitet, die Wiederholungen reduzieren – etwa Differenzen zum linken oder oberen Nachbarpixel. Anders als JPEG entstehen dabei keine Artefakte; die Bilddaten werden bitgenau wiederhergestellt.

Farbtiefen und Transparenz

  • Palettenbilder: Indizierte Farben mit bis zu 256 Einträgen (wie GIF, aber ohne dessen Einschränkungen)
  • Graustufen mit 1, 2, 4, 8 oder 16 Bit pro Pixel
  • Truecolor (RGB) mit 8 oder 16 Bit pro Kanal
  • Alphakanal: Volle Transparenzabstufungen (256 Stufen pro Pixel) – GIF kann nur eine Farbe transparent machen

Ein optionales Interlacing nach dem Adam7-Verfahren baut das Bild in der Browser-Anzeige schrittweise auf; der Gamma-Eintrag sorgt dafür, dass Bilder auf verschiedenen Geräten ähnlich hell erscheinen.

Grenzen

PNG ist für Fotos ungeeignet, wenn es auf kleine Dateien ankommt – verlustfreie Kompression erreicht bei Fotos nur wenig Ersparnis. Für Fotos bleibt JPEG oder ein modernes Format wie AVIF die bessere Wahl. Animationen beherrscht PNG nicht (anders als GIF und das moderne WebP); dafür existiert die Erweiterung APNG, die von den Browsern heute unterstützt wird.

Verwandte Grundlagen: JPEG, GIF, WebP, Verlustfreie Kompression, AVIF.