GLBP (Gateway Load Balancing Protocol) ist ein proprietäres Protokoll von Cisco, das die Beschränkung klassischer First-Hop-Redundanz-Protokolle überwindet: Statt eines einzigen aktiven Routers (Aktiv/Standby-Prinzip) verteilt GLBP den Datenverkehr aktiv auf mehrere Router und verbindet so die Ausfallsicherung des Gateways mit Lastverteilung.

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So funktioniert GLBP

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Pro Gruppe wählt GLBP einen Active Virtual Gateway (AVG); dieser vergibt an bis zu vier weitere Router virtuelle MAC-Adressen und macht sie zu Active Virtual Forwardern (AVF). Die Gruppe teilt sich eine virtuelle IP-Adresse, aber jeder AVF besitzt eine eigene virtuelle MAC-Adresse. Der AVG beantwortet die ARP-Anfragen der Endgeräte reihum mit unterschiedlichen MAC-Adressen — dadurch verteilt sich der Datenverkehr automatisch auf alle aktiven Router.

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Lastverteilungsverfahren

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Standard ist Round Robin: Der AVG gibt jede ARP-Antwort an den nächsten Forwarder. Alternativ lassen sich gewichtete Verfahren oder eine Host-abhängige Zuordnung konfigurieren, sodass ein Router mit stärkerem Uplink mehr Verkehr übernimmt. Fällt ein AVF aus, verteilt der AVG dessen Anteil auf die übrigen Router; fällt der AVG selbst aus, übernimmt der Standby-AVG mit der höchsten Priorität.

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Einsatz und Abgrenzung

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GLBP kommuniziert über die Multicast-Adresse 224.0.0.102 und UDP-Port 3222 und unterstützt bis zu 1024 Gruppen. Es läuft nur auf Cisco-Geräten: Wer herstellerunabhängig arbeiten muss, verwendet den offenen Standard VRRP; wer reine Aktiv/Standby-Redundanz ohne Lastverteilung braucht, setzt HSRP ein. GLBP eignet sich besonders, wenn mehrere Router ohnehin im LAN stehen und deren Bandbreite genutzt werden soll. Die Einrichtung der AVG- und AVF-Gruppen zeigt die Referenz GLBP-Befehle.

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Verwandte Grundlagen: Load Balancer, Failover, Gateway, Router, HSRP, VRRP.