GRUB 2

GRUB 2 (GRand Unified Bootloader, Version 2) ist der Standard-Bootloader der meisten Linux-Distributionen. Er ist der Nachfolger des ursprünglichen GRUB Legacy (Version 0.9x) und seit Ubuntu 9.10 beziehungsweise Fedora 16 Standard. GRUB 2 unterstützt sowohl UEFI als auch klassisches BIOS, Multiboot-Systeme, Kernel-Parameter und Wiederherstellungsmodi.

Konfiguration

Die zentrale Konfigurationsdatei ist /etc/default/grub mit Optionen wie GRUB_TIMEOUT für die Wartezeit des Bootmenüs. Die eigentliche Boot-Datei /boot/grub/grub.cfg wird automatisch erzeugt — per update-grub (Debian/Ubuntu) oder grub2-mkconfig (Fedora/RHEL) — und sollte nie von Hand editiert werden. Nach Änderungen an /etc/default/grub oder Kernel-Updates wird der Befehl erneut ausgeführt, damit neue Einträge erscheinen.

Abgrenzung

Im Gegensatz zum historischen LILO versteht GRUB 2 Dateisysteme, bietet eine Skriptsprache und lädt Module nach. Gegenüber dem schlanken systemd-boot bringt GRUB 2 mehr Funktionen mit, ist dafür aber komplexer. Grundlagen liefert der Artikel Bootloader.