systemd-boot

systemd-boot (früher gummiboot, auch sd-boot genannt) ist ein schlanker Bootmanager für UEFI-Systeme und Teil des systemd-Projekts. Er lädt Kernel und initramfs direkt von der EFI-System-Partition (ESP) und bietet ein einfaches textuelles Menü zur Auswahl des Booteintrags. systemd-boot kommt unter anderem bei Arch Linux, Fedora, Debian und openSUSE zum Einsatz.

Konfiguration

Die Hauptkonfiguration liegt in /boot/loader/loader.conf mit Einträgen wie default und timeout. Booteinträge werden als .conf-Dateien nach der Boot Loader Specification (BLS) in /boot/loader/entries/ abgelegt; moderne Distributionen erzeugen sie automatisch über kernel-install oder mkinitcpio -P.

Abgrenzung

Gegenüber GRUB 2 ist systemd-boot bewusst minimal gehalten: keine Skriptsprache, kein Dateisystem-Treiber-Stapel, dafür weniger Angriffsfläche und schnellere Bootzeiten. Anders als das historische LILO unterstützt systemd-boot nur UEFI, kein BIOS. Grundlagen: Bootloader.