N-Quads erweitert das zeilenbasierte Format N-Triples um eine vierte Komponente: den Graph-Namen. Damit serialisiert N-Quads nicht nur einzelne RDF-Graphen, sondern ganze RDF-Datasets – also Mengen von benannten Graphen (Named Graphs).

Syntax

Jede Zeile enthält Subjekt, Prädikat, Objekt und als viertes Element den Graph-Namen, gefolgt vom abschließenden Punkt:

<http://example.org/alice> <http://xmlns.com/foaf/0.1/name> "Alice" <http://example.org/graph1> .
<http://example.org/bob> <http://xmlns.com/foaf/0.1/name> "Bob" <http://example.org/graph1> .

Der Graph-Name ist eine IRI oder ein Blank-Node-Label. Fehlt das vierte Element, gehört das Tripel zum Standard-Graphen (Default Graph).

Eigenschaften

  • RDF-Datasets bestehen aus mehreren Graphen – N-Quads kann alle in einer Datei ablegen.
  • W3C-Empfehlung: RDF 1.1 N-Quads (2014); die Spezifikation serialisiert keine leeren Graphen.
  • Wichtig für Triple-Stores mit Named Graphs, Dataset-Austausch und RDF-Streaming.
  • Vier Komponenten = vier Quadranten, daher der Name „Quads“.

Verwandte Grundlagen: N-Triples, RDF, RDF/XML, Triple-Store, Knowledge Graph.