N-Triples ist ein zeilenbasiertes Klartextformat, um RDF-Graphen zu codieren. Jede Zeile enthält genau ein Tripel aus Subjekt, Prädikat und Objekt und endet mit einem Punkt. Das Format ist bewusst minimalistisch: Es gibt keine Abkürzungen, keine Präfixe und keine Listen – nur die nackten Tripel.

Syntax

IRIs stehen in spitzen Klammern, Literale in doppelten Anführungszeichen. Ein Sprach-Tag wird mit @de angehängt, ein Datentyp mit ^^ und Datentyp-IRI:

<http://example.org/alice> <http://xmlns.com/foaf/0.1/name> "Alice" .
<http://example.org/alice> <http://xmlns.com/foaf/0.1/knows> <http://example.org/bob> .
<http://example.org/titel> <http://purl.org/dc/terms/title> "Hallo"@de .

Eigenschaften

  • Jede Zeile ist ein vollständiges Tripel – Parsing ist trivial und maschinenfreundlich.
  • Keine syntaktischen Abkürzungen wie in Turtle, dadurch ideal für Daten-Dumps und Austausch.
  • W3C-Empfehlung: RDF 1.1 N-Triples (2014); RDF 1.2 N-Triples (2025) ergänzt Tripel-Terme als vierte Term-Art für Aussagen über Aussagen.
  • Grundlage für N-Quads, das einen vierten Graph-Namen ergänzt.

Verwandte Grundlagen: RDF, Turtle, N-Quads, RDF/XML, RDF-Star, Triple-Store.