RDF (Resource Description Framework) ist ein W3C-Standard zur Beschreibung und zum Austausch von Daten als gerichteter Graph. RDF wurde ursprünglich als Datenmodell für Metadaten entwickelt und ist heute die Grundlage des Semantischen Webs, von Linked Data und von Wissensgraphen.
Tripel: Subjekt, Prädikat, Objekt
Die atomare Einheit in RDF ist das Tripel — eine Aussage der Form Subjekt–Prädikat–Objekt. Beispiel: „Bob kennt John" wird zu (Bob, kennt, John). Subjekt und Prädikat sind immer eindeutige Ressourcenbezeichner (IRIs), das Objekt kann eine IRI oder ein Literal wie eine Zahl oder ein Text sein. Mehrere Tripel ergeben einen gerichteten Graphen, in dem Knoten Ressourcen und Kanten die Beziehungen sind.
Syntaxen und Vokabulare
RDF lässt sich in mehreren Formaten serialisieren; am weitesten verbreitet ist Turtle, dazu kommen RDF/XML, N-Triples und JSON-LD. Die aktuelle Spezifikation RDF 1.1 wurde im Februar 2014 vom W3C veröffentlicht. Für strukturierte Vokabulare gibt es mit RDFS und OWL eigene Beschreibungssprachen, die Klassen und Eigenschaften definieren.
Wozu RDF?
Anders als relationale Tabellen kann RDF Daten aus unterschiedlichen Quellen ohne aufwendige Schema-Anpassung verbinden — neue Aussagen werden einfach als weitere Tripel hinzugefügt. Abgefragt werden RDF-Graphen mit SPARQL, gespeichert in speziellen Datenbanken, den Triple Stores. Davon profitieren auch die semantische Suche und Anwendungen, die Beziehungen in den Mittelpunkt stellen, wie Graphdatenbanken.
Verwandte Grundlagen: Retrieval-Augmented Generation.