SPARQL (ausgesprochen „Sparkle", rekursives Akronym für SPARQL Protocol and RDF Query Language) ist die standardisierte Abfragesprache für Daten im RDF-Format. Sie wurde vom W3C entwickelt und ist seit 2008 eine Empfehlung; die erweiterte Version SPARQL 1.1 folgte im März 2013.
So funktioniert SPARQL
SPARQL arbeitet mit Musterabgleich auf Tripeln: Eine Abfrage beschreibt ein Graph-Muster mit Variablen, und die Engine liefert alle Kombinationen, die in den Daten vorkommen. Das SELECT liefert Tabellen, CONSTRUCT baut neue RDF-Graphen, ASK prüft, ob ein Muster existiert, und DESCRIBE holt Informationen über eine Ressource. Die Syntax erinnert an SQL, operiert aber auf dem Graphenmodell statt auf Tabellen.
Einsatz in der Praxis
SPARQL läuft gegen Triple Stores und öffentliche SPARQL-Endpunkte wie Wikidata oder DBpedia — damit lassen sich Millionen von Fakten gezielt abfragen, etwa „alle Städte in Deutschland mit mehr als einer Million Einwohnern". Das Protokoll erlaubt die Abfrage über HTTP, und mit Federated Query können mehrere Endpunkte in einer Anfrage kombiniert werden. So bildet SPARQL das Abfrage-Gegenstück zum Semantischen Web und zu Graphdatenbanken, die ihre Beziehungsdaten als RDF-Graphen speichern.
Verwandte Grundlagen: Semantische Suche.