WPA (Wi-Fi Protected Access) war ein Übergangsstandard der Wi-Fi Alliance für die WLAN-Sicherheit. Er erschien 2003, während der eigentlich geplante Standard IEEE 802.11i noch nicht fertig war, und sollte vorhandene Geräte mit einem reinen Firmware-Update absichern. WPA ersetzte das gebrochene WEP, blieb aber aus Kompatibilitätsgründen bei der RC4-Technik und nutzte das neue Protokoll TKIP.

WPA-Personal und WPA-Enterprise

Wie die späteren Standards gibt es WPA in zwei Betriebsarten:

  • WPA-Personal (WPA-PSK): Eine gemeinsame Passphrase (Pre-Shared Key) für alle Clients — typisch für Heimnetze.
  • WPA-Enterprise: Authentifizierung über 802.1X und RADIUS mit eigenen Zugangsdaten je Nutzer.

Warum WPA nur ein Zwischenschritt war

TKIP verbesserte WEP erheblich, erbte aber dessen RC4-Basis. 2004 ratifizierte das IEEE den vollständigen 802.11i-Standard; daraus entstand WPA2 mit AES-CCMP, das die Wi-Fi Alliance ab 2006 für alle neuen Geräte verlangte. WPA und TKIP gelten seither als unsicher: Der Angriff von Beck und Tews (2008) gegen TKIP zeigte, dass die Übergangslösung nicht für den Dauerbetrieb gedacht war. Moderne Netze nutzen WPA2 oder WPA3.

Praxis

WPA1 ist heute nur noch in sehr alten Geräten zu finden. Router bieten den Modus höchstens als WPA/WPA2-Übergang an, um alte Clients zu bedienen — besser ist ein reines WPA2/WPA3-Netz mit starkem Passwort, denn die AES-Verschlüsselung von WPA2 ist TKIP deutlich überlegen.

Verwandte Grundlagen: WEP, TKIP, WPA2, WPA3.